Das erste und einzige Antwortschreiben der Diakonie auf unseren ersten offenen Brief

Hiermit veröffentlichen wir das Antwortschreiben der Diakone auf unseren ersten offenen Brief, danach haben wir keine weiteren Antworten mehr erhalten.

Eine kommentierte Version unsererseits wird zeitnah veröffentlicht.

Das Schreiben der Diakone:

„Berlin, 04.11.2014

Ihr Schreiben an das Diakonische Werk zur Gerhart-Hauptmann-Schule

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Studierende der Sozialen Arbeit der Alice-Salomon-Hochschule,

wir antworten Ihnen heute auf Ihren Brief. Allerdings treten wir für gewöhnlich nicht

mit anonymen Gruppen in Kontakt. Wir bitten Sie deshalb, uns gegenüber offen in

Erscheinung zu treten, sollten Sie einen weiteren Dialog mit dem Diakonischen

Werk wünschen.

In Ihrem Schreiben finden sich unwahre Behauptungen. Eine mögliche Räumung

der ehemaligen Gerhart-Hauptmann-Schule ist einzig und allein Sache des Bezirks

Friedrichshain-Kreuzberg. Wir sind nicht an einer Räumung beteiligt.

Das Diakonische Werk Berlin-Stadtmitte ist vom Bezirk angefragt worden, die

Trägerschaft eines internationalen Flüchtlingszentrums zu übernehmen, das in der

ehemaligen Gerhart-Hauptmann-Schule entstehen soll. Geplant ist, das

Erdgeschoss und den Pavillon der Schule für Projekte zu nutzen. In den oberen

Etagen sollen kleine Wohneinheiten für Flüchtlingsfamilien, für Männer und auch

eine Etage für Frauen gebaut werden. Die Flüchtlingsunterbringung in Berlin erfolgt

den Standards des Landesamtes für Gesundheit und Soziales entsprechend.

Während des Umbaus aus Schulräumen zu Wohneinheiten ist es allen Fachleuten

zufolge nicht möglich, dass Menschen in dem Gebäude leben. Das Konzept

könnte dann nicht realisiert werden.

Den Umgang des Berliner Senats mit den Flüchtlingen vom Oranienplatz haben

wir mehrfach scharf kritisiert. Das Beratungsteam der Diakonie hat die Flüchtlinge

in den Verfahren intensiv beraten und begleitet. Leider mit sehr geringem Erfolg.

Dass eben diese Beraterinnen und Berater und das Diakonische Werk Berlin-

Stadtmitte jetzt angefeindet werden, ist nicht nachvollziehbar.

Die Diakonie und die evangelische Kirche setzen sich für eine menschenwürdige

und gerechte Flüchtlingspolitik ein – in Berlin, Deutschland und Europa. Das

geplante Flüchtlingszentrum soll genau dazu einen Beitrag leisten.

Mit freundlichen Grüßen,

…“

Einen Taz-Artikel bezüglich der Diakonie findet ihr hier:  http://www.taz.de/Zukunft-der-Fluechtlingsschule/!149467/

Advertisements