Schlagwort-Archive: Hellersdorf

Die „Asyldialoge“ im Laloka in Hellersdorf! Ein doukumentarisches Theaterstück.

08. Mai – SAVE THE DATE – ASYLDIALOGE

Am 8. Mai zeigen wir um 19 Uhr im LaLoka (in Hellersdorf, 5 Minuten zu Fuß von der ASH) das dokumentarische Theaterstück „Die Asyldialoge“ der Bühne für Menschenrechte.

Der Eintritt ist frei(auf Spendenbasis). Im Anschluss wird ein eine spannende Diskussion mit dem Publikum und Aktiven des LaLokas geben. Außerdem ist für Essen und Trinken gesorgt.
Wir freuen uns, wenn ihr vorbei kommt, wir euch kennen lernen können und es vielleicht sogar die Möglichkeit gibt aktive Unterstützungsmöglichkeiten aufzuzeigen!

„Nach dem Erfolg der ASYL-MONOLOGE jetzt die 2. Produktion der Bühne für Menschenrechte: Die ASYL-DIALOGE erzählen von Begegnungen, die Menschen verändern, von gemeinsamen Kämpfen in unerwarteten Momenten – eine dieser Geschichten spielt in Osnabrück, wo seit März 2014 ein breites Bündnis solidarischer Menschen bereits 30 Abschiebungen verhindern konnte und somit für viele bundesweit zum Vorbild wurde…

Wir hören diese Geschichte aus erster Hand, aus der Perspektive zweier junger Aktivist*innen, die gezwungen sind, sich ein Katz- und Mausspiel mit der Polizei zu liefern. Die Geschichte konfrontiert uns mit der Frage, wie viel Mut wir entwickeln können, wenn aus zunächst lose verbundenen politischen Akteur*innen gute Freund*innen werden.

Auch die ASYL-DIALOGE entstanden durch ausführliche Interviews, lediglich gekürzt und ohne sprachliche Veränderungen: dokumentarisches, wortgetreues Theater.“

asyldialoge2Asyldialoge 1

Advertisements

Stellungnahme Turnhallenunterbringung

Einen Tag nach dem Bekanntwerden des Mordes an Khaled Idris Bahray in Dresden am letzten Montag, während zeitgleich ca. 25.000 rassistische Pegida-Anhänger_innen durch die Stadt zogen, hat der Senat Berlin die Unterbringung von Geflüchteten in einer Turnhalle in Hellersdorf bekanntgegeben. Es sollen in „den nächsten Tagen“ laut LaGeSo (Landesamt für Gesundheit und Soziales) 100 Menschen dort in einer Halle untergebracht werden, dies für „vorrausichtlich“ mindestens 3 Monate. Bereits in den vergangenen Wochen hat das LaGeSo mehrere Sporthallen in Berlin „beschlagnahmt“. So sind beispielsweise mehrere Hundert Geflüchtete in Sporthallen der Freien Universität, aber auch des BFC Dynamo in Hohenschönhausen untergebracht worden.

Der Senat begründet diese Maßnahmen mit einem Unterbringungsdefizit. Wir bewerten diese Form der Unterbringung als extrem entwürdigend. Die vom Senat in Turnhallen untergebrachten Geflüchteten haben dort keine Privatsphäre und Teilen sich die Sanitäranlagen, welche für Schulen und Vereine konzipiert sind. Des Weiteren wird eine weitere Isolierung und Ausgrenzung durch den Senat vorgenommen welche zeigen, dass es dem Senat nicht um eine menschenwürdige Unterbringung, sondern um weitere Isolierung geht. Forderungen des Flüchtlingsrats und vielen weiteren Initiativen nach dezentraler Unterbringung in Wohnungen werden weiterhin ignoriert und die Lebensbedingungen, welche bereits vorher skandalös waren, werden für Geflüchtete unnötig verschlechtert.

Insbesondere möchten wir aber die Unterbringung in Hellersdorf skandalisieren. Bereits seit Anfang November 2014 gehen fast jede Woche mehrere Hundert bis 1500 Nazis im anliegenden Marzahn auf die Straße, schreien unverhohlen rassistische Parolen und betreiben öffentlich Hetze gegen Geflüchtete. Es lassen sich immer wieder im Internet Aufforderungen zu Brand-und Mordanschlägen feststellen. Eine der letzten Demonstrationen der sogenannten ‚Bürgerbewegung’ 2014 lenkte die Polizei den rassistischen Demonstrationszug sogar bis in unmittelbare Nähe der Unterkunft in Hellersdorf.

Bereits wenige Minuten nach dem Veröffentlichen der Turnhallenunterbringung durch den Senat, gab es erste verbale Ausfälle auf der Facebookseite der Bürgerbewegung Marzahn sowie eine Demonstration angemeldet wurde. Ca. 50 Teilnehmer*innen marschierten durch Hellersdorf und skandierten, zwar unter Aufsicht jedoch ohne Intervention der Polizei, rassistische und verbotene Parolen.

Wir fordern den Senat auf, diese ausgrenzende und menschenunwürdige Unterbringungspolitik zu stoppen. Der Senat soll endlich Verantwortung übernehmen und ein langfristiges Konzept zur Unterbringung entwerfen und angehen. Wird fordern den Senat auf eine dezentrale Unterbringung in Wohnungen zu ermöglichen und zu fördern. Der jetzige Umgang des Senats mit Geflüchteten ist ein Armutszeugnis für die Stadt und dieses Trauerspiel passiert nur zu Lasten der geflüchteten Menschen.

http://www.berlin.de/ba-marzahn-hellersdorf/aktuelles/presse/archiv/20150114.1320.400862.html

http://www.neues-deutschland.de/artikel/957986.sporthallen-fuer-fluechtlinge.html

http://www.neues-deutschland.de/artikel/958438.toter-fluechtling-in-dresden-polizei-geht-wohl-von-straftat-aus.html


R.I.P. Khaled Iris Bahrain

Wir sind an diesen Tagen bei den Freund*innen, den Bekannten, der Familie und den Mitbewohner*innen von Khaled Iris Bahrain und trauern mit ihnen. Auch wenn Ursache und Motiv noch nicht bestätigt wurden, so können wir höchstens erahnen, was die Mitbewohner_innen von Khaled Iris Bahrain und viele andere Geflüchtete in Dresden zur Zeit durchmachen müssen. Wir hoffen auf eine transparente Aufklärung und dass dieser Mord aufgeklärt wird. 

http://www.proasyl.de/de/news/detail/news/warum_starb_khaled_idris_bahray_tod_des_fluechtlings_muss_lueckenlos_aufgeklaert_werden/ 

936660_537519519682473_320038954370032418_n